Unsere Beratung

Macht Ihnen das Jobcenter Probleme? Sind Sie nicht sicher, ob Sie Anspruch auf Hilfe haben? Berechnet das Jobcenter Ihre Unterkunftskosten richtig? Will das Jobcenter Ihnen keine Leistungen gewähren, weil Sie EU-Ausländer_in sind?

Wir beraten, um mit Ihnen gemeinsam Ihre Rechte gegenüber dem Jobcenter, der Agentur für Arbeit oder dem Sozialamt durchzusetzen. Wir sind unabhängig, solidarisch und behandeln alle Informationen vertraulich.

  • Erklärung z.B. von Schreiben der Jobcenter und Arbeitsagenturen
  • Unterstützung beim Ausfüllen von Anträgen
  • Beratung z.B.
    • zu Fragen zum Arbeitslosengeld II
    • zu Fragen zum Arbeitslosengeld I
    • zur Übernahme von Wohnkosten
    • zu Schulkosten von Kindern
    • bei Problemen mit dem Job, Vermeidung von Sanktionen
  • Begleitung zum Jobcenter, Arbeitsagenturen und anderen Ämtern

Wir beraten im Dorfgemeinschaftshaus Ahlhorn und im Mehrgenerationenhaus Wildeshausen (LK Oldenburg) sowie im Kolpinghaus Lohne (LK Vechta) und  im Gemeindehaus Maria Frieden in Vechta (LK Vechta) und bieten auch – nach Vereinbarung – Beratung an anderen Orten an.

Mehr Infos

ERNTE? HILFE! -- RECOLTĂ? AJUTOR!

VOM FELD AUF DIE BÜHNE UND LEINWAND

Wie viele Äpfel pflückst du in einer Minute? Wie viele Erdbeeren erntest
du in einer Stunde? Wie viele Schweine zerlegst du an einem Tag?
Wieviel Spargel stichst Du in einer Woche? Wie geht die Abschaffung
der »modernen Sklaverei« in Deutschland?

Das Kino Cine k befasst sich in Kooperation mit der ALSO und dem Medienbüro Oldenburg e.V. im Juni mit den Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft und der Fleischindustrie im Oldenburger Land. Präsentiert werden ein partizipatives Theaterstück mit anschließender Diskussion am 11. Juni und ein Film mit Regiegespräch am 29. Juni. Mehr Infos zur Reihe gibt es auf der Seite des Cine k.

Die Reihe wird gefördert das Bundesprogramm "Demokratie leben!", das Projekt "Partnerschaften für Demokratie in Oldenburg", den Präventionsrat Oldenburg, das Amt für Zuwanderung und Integration in Oldenburg und die Oldenburgische Landschaft.

Theaterstück Ernte? Hilfe!

// Sa, 11. Juni um 20:00 Uhr

»ERNTE? HILFE!« ist das erste Bühnenstück von und mit rumänischen Ernte-Arbeiter*innen in Deutschland. Pünktlich zur Erntesaison gastiert es in Oldenburg, am 11. Juni um 20:00 Uhr im Cine k Kino. »ERNTE? HILFE!« entstand, nachdem der Öffentlichkeit die Systemrelevanz sogenannter Erntehelfer aus Osteuropa in Deutschland bewusstwurde. Und es ruft sie auch nach der Pandemie in Erinnerung. Das Theaterstück feierte im Dezember 2021 in Kooperation mit dem Stadtkollektiv am Düsseldorfer Schauspielhaus Premiere und ist nun auf Tour.

Ernte? Hilfe! ©Melanie Zanin


»ERNTE? HILFE!« erzählt die Geschichten rumänischer Erntearbeiter*innen in Deutschland
über Arbeit und Liebe, über Kinder und Freiheit, über Ausbeutung und Rassismus, überDeutschland und Rumänien, über Rücken und Revolution.
Arbeiter*innen aus Rumänien, Bulgarien und anderen osteuropäischen Ländern holen
unsere vitaminreichsten Lebensmittel aus der Erde. Sie arbeiten auf unseren Feldern und
kommen selten in unsere Städte. Sie ernähren uns und wir ignorieren sie. Sie mussten
reisen, selbst als wir alle im Corona-Lockdown feststeckten. Sie gelten als moderne
Sklav*innen. Doch warum ist das so? Warum stehen Menschen, die auf dem Feld arbeiten,
immer noch am untersten Ende unserer Arbeits-Gesellschaft? Wie erleben sie das? Was
müsste passieren, damit sich das ändert? Was würde dann mit uns geschehen?

Ernte? Hilfe! ©Melanie Zanin

70 Minuten mit anschließendem Publikumsgespräch. In deutscher und rumänischer Sprache mit Übertiteln.
Instagram: @ernte_hilfe

Das Stück wird auch am 12.6.2022 in Bremen im kukoon aufgeführt.

 

Film REGELN AM BAND, BEI HOHER GESCHWINDIGKEIT

// Mi, 29. Juni um 20:00 Uhr


Am Mi, 29. Juni um 20:00 Uhr ist Regisseurin Yulia Lokshina mit ihrer preisgekrönten
Dokumentation „Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit“ zu Gast im Cine k. Für den
Film erhielt sie u.a. den Preis der Deutschen Filmkritik 2020.



Lokshina erzählt in eindrücklichen Bildern, wie in der westdeutschen Provinz osteuropäische
Leiharbeiter*innen des größten Schweineschlachtbetriebs des Landes ums Überleben
kämpfen – ebenso kämpfen Aktivist*innen, die sich für deren Rechte einsetzen, mit den
Behörden. Zur gleichen Zeit proben Münchener Gymnasiast*innen das Stück „Die Heilige
Johanna der Schlachthöfe“ und reflektieren über die deutschen Wirtschaftsstrukturen und ihr
Verhältnis dazu.

Verwoben mit den Gedankengängen der Jugendlichen und ihrer Auseinandersetzung mit
dem Text in den Proben erzählt der Film in unterschiedlichen Fragmenten über Bedingungen
und Facetten von Leiharbeit und Arbeitsmigration in Deutschland.
Im Anschluss an die Filmvorführung wird es ein Gespräch mit Regisseurin Yulia Lokshina
geben.

Der Film ist auch an weiteren Terminen für Schulklassen buchbar unter info@cine-k.de.

Aktuelles

Neue Version der diskriminierenden Arbeitshilfe für die Jobcenter

Die Bundesagentur für Arbeit hat 2019 die Arbeitshilfe "Bekämpfung von organisiertem Leistungsmissbrauch durch EU-Bürger“ an die Jobcenter gegeben. Diese forderte im Effekt die Mitarbeiter*innen der Jobcenter dazu auf, nichtdeutsche Unionsbürger*innen unter einen Generalverdacht zu stellen und ihren Anspruch möglichst kritisch zu prüfen. Sie wurde damals vom Netzwerk Europa in Bewegung, an dem auch die Also beteiligt ist, ausführlich analysiert und kritisiert. Die Stellungnahme "Gegen Ausschluss und Kriminalisierung von EU-Bürger*innen – Existenzsichernde Leistungen für alle, die hier leben!" kann immer noch unterzeichnet werden.

Nun haben die Jobcenter eine neue interne Version der Arbeitshilfe erhalten. Sie findet sich bereits auf den Seiten von Tacheles e.V, zusammen mit einer Analyse.

Kurz zusammengefasst: Die neue Version enthält einige abgeschwächte Formulierungen, aber keine wirklichen Verbesserungen. Weiterhin kriminalisiert und diskriminiert die Arbeitshilfe Unionsbürger*innen und muss unverzüglich zurückgenommen werden!

Du sollst den Spargel ehren!

Die Soziologin Manuela Boatcă hat im Katapult-Magazin einen Text über die katastrophalen Arbeitsbedingungen von Saisonkräften bei der Spargelernte und wie diese durch die Corona-Pandemie noch verschlechtert wurden geschrieben.

Stärken statt streichen: Das Netzwerk der Migrationsberatung in Niedersachsen erhalten!

Als Teil weitreichender Kürzungen im Bereich Migration plant die niedersächsische Landesregierung im Haushalt 2022/23 Kürzungen von ca. 50% in der Migrationsberatung. Durch diese Pläne würden in den kommenden zwei Jahren  rund 100 Stellen in der niedersächsischen Migrationsberatung wegfallen! Wir finden: Anstatt sie zu kürzen, müsste das Land Niedersachsen die Ausgaben im Bereich Migration und Migrationsberatung aufstocken, damit gesellschaftliche Teilhabe und gesellschaftlicher Zusammenhalt aller Menschen gestärkt werden.

Hierzu haben wir eine Pressemitteilung des Netzwerkes der Migrationsberatung in Niedersachsen unterzeichnet.

Informationen zum Coronavirus und Arbeitsrecht

Weitere Informationen der Fairen Mobilität.